Gestern Nacht stürmte es, dazu gingen beinahe im Minutentakt heftige Schauer hinunter. Noch in der Morgendämmerung zwang ich mich, nach einem längeren Abwägen, schließlich dennoch nach draußen, geriet schon kurz darauf in Regen, und verfluchte mein Dasein. In Gedanken ließ ich die vergangenen Wochen in Revue passieren und stellte dagegen an, was mir gelungen war; es war beschämend, ich empfand Scham, erkannte mein Versagen. Ich fragte mich, wie man sich das antun könne, also dieses Land im Spätherbst bei diesen Wetterkapriolen zu bereisen. Denn das ist, wonach es sich anfühlte: es sich antun. Wenige Minuten später gab es in diesem stetigen Strom aus Regenwolken und Windböen tatsächlich Himmelsfarben; und für einige Sekunden sogar Streiflicht auf der Landschaft darunter. Nun fiel es mir schwer, weiter böse zu sein. Es ist ein hartes Pflaster hier; und so ein Moment ereignet sich allenfalls …