Manchmal kommt mir das Leben wie eine scheinbar endlose Aneinanderreihung von Verlust vor; doch wenn eines Tages selbst das Verlieren ausbleibt, folgt doch nichts mehr, das noch verlorengehen könnte, begreife ich, dass, gleich der zahlreichen Abschiede, mein Leben seinerzeit so viel reicher gewesen war, als es dass heute noch zu sein vermag. Und ich beneide sie, denen es vergönnt ist, hinzuzugewinnen und wieder zu verlieren, denn nur dann ist es, dass wir wirklich leben.
Seltsam, dass es einmal eine Zeit gab, in der ich Freunde hatte. Ich meine, wirkliche Freunde. Wir, zu dritt, als engstem Kreis, dem Zentrum unserer gemeinsamen Bekannten, der sich ergab, vielleicht, weil wir uns besonders gut verstanden, vielleicht auch nur, weil wir an den Wochenenden hierblieben, wenn es die anderen in ihre Heimat zog. Die Bekannten, sie wechselten hin und wieder, doch gleich blieben wir, waren …