Unerwartet kühl ist’s geworden dieser Tage; heute morgen, bei einer Laufrunde, war’s regelrecht kalt, wie der Wind über die Anhöhen blies. Seltsam, so ein Wechsel im Juli.
2026/07/21
Unerwartet kühl ist’s geworden dieser Tage; heute morgen, bei einer Laufrunde, war’s regelrecht kalt, wie der Wind über die Anhöhen blies. Seltsam, so ein Wechsel im Juli.
2026/07/21
Wieso ist das, dass sich Abende immer einsamer anfühlen als die Morgen?
Kühler ist es geworden; sogar ein Wind ging heute, der sich am Morgen regelrecht kalt anfühlte. Ungewohnt. Aber auch schön, zumindest dann am Abend, wie ich noch draußen saß, zwischen den Feldern und Wiesen, meine ich. Einsam ist es wohl; aber das ist es immer, nicht? Heute nicht weniger als gestern und nicht weniger als es das Morgen sein wird.
2026/07/03
Stell Dir vor, Ihr hättet Euch tatsächlich wiedergesehen und sie hätte gesagt, dass sie hoffte, dass das geschähe. Hätte man je etwas Schöneres zu Dir sagen können? Wahrscheinlich wär’s das Netteste gewesen, das Du je gehört hast.
Ich bin dieser Tage an einige Orte zurückgekehrt, an denen ich früher schon einsam, doch lange nicht mehr dortgewesen war. Einsam war ich noch immer; doch die Orte hatten sich verändert. Der Blick auf den Wald, die Felder, verstellt, von Häusern und anderem. Ich hatte dort nicht nach ihr gesucht; wohl aber gehofft, sie möge vorüberkommen. Sie tat es nicht. Immerhin, wenigstens habe ich mich mal wieder an einem Sommerabend nach draußen getragen.
2026/06/26
Hast Du Dich nie gewundert, wie schrecklich privilegiert jene sein mögen, die zusammen sind? Ist das nicht nahezu unerträglich, wenn es Dir wirklich einmal bewusst geworden wäre? Wie nur konntest ausgerechnet Du einer dieser Leute sein?
Es ist und wird heiß dieser Tage; gefallen tut mir das nicht unbedingt. Ich war schwimmen, unten am Fluss. Es ist dieselbe Einsamkeit früherer Jahre; nicht mehr, aber auch nicht weniger. Immerhin, eine Klinge tief im Wald habe ich heute erkundet. Ich stieg über Stock und Stein in ihr hinab; es hatte keinen anderen Sinn als dass ich neugierig war, wie es hier unten zwischen den steilen Wänden sein würde. Es würde mich nicht wundern, wenn seit zehn Jahren kein anderer Mensch hier gewesen war. Aber wieso auch hätte jemand dort sein sollen?
2026/06/18
Vielleicht habe ich vorhin Jana gesehen. Ich saß am Waldesrand, sie spazierte dort mit ihrem Vater vorüber. Jana und ich, wir sind zusammen zur Grundschule gegangen. Also, in dieselbe Klasse, meine ich. Ich ruhte auf dem Weg, im Schatten, lauschte den Vögeln, blickte ein wenig in die Baumwipfel hinauf. Sie sah, wie sie wieder kleiner und kleiner wurde, nach einer erwachsenen Frau aus. Ich aber fühlte mich wie ein Schuljunge. Ich hatte gegrüßt, und sie auch. Ich glaube nicht, dass sie weiß, wer ich bin (oder besser noch: einmal gewesen war). Wenn ich Marie einmal wiedergesehen hätte – es wäre mir wohl gleich ergangen. Ich hätte nicht verstanden, wie sie so alt werden konnte (als wäre ich es nicht auch geworden…). Jana. Damit hätte ich nun nicht gerechnet, wirklich nicht. Nur, ist es nicht egal, ob sie es tatsächlich gewesen …
Samstagmorgen, kurz nach dem Gewitterregen; ich bin auf zehn Kilometer Laufstrecke keiner Menschenseele begegnet. Es tröpfelte eingangs noch, dampfte dann rege von Asphalt und Feldern. Einer der besten Läufe dieser Tage; die wahrscheinlich einzige Sache, die mir (noch) etwas bedeutet.
2026/05/30
Nicht, dass ich Lust nach einem Sommerabendspaziergang verspürt hätte; doch erst einmal unterwegs, fällt es schwer, böse zu sein. Einsam ist’s sicherlich und auch nur eine Handvoll Gesichter unterwegs, doch zu schön ist das Abendlicht, wenn es unten am Bach durch die Kronen der Bäume fällt; ganz zu schweigen vom Sonnenschein in den bald hüfthohen Gräsern beim Hindurchschreiten. Ich mochte das schon immer, ehrlich, wenn sich die Gräser so zur Seite neigen, den Pfad unter sich zu verbergen wissen.
2026/05/26
Es hat geregnet gestern Abend und Nacht; heute Morgen bin ich in der Früh auf einen Lauf aufgebrochen. Es war sonnig, die Luft sauber gewaschen. Ich glaube, das war der erste Regen in mehreren Wochen gewesen. Ich lief weit, und am Ende noch ein Stückchen weiter als ich geplant hatte. Etwas über sechzehn Kilometer ohne dass ich mich allzu sehr hätte quälen müssen; gesehen habe ich unterwegs niemanden so wirklich (einen Radfahrer, eine ältere Frau). Eines ist aber sicher: es ist tatsächlich Mai geworden; alles der Natur sieht danach aus.
2026/05/06
Der Nebel liegt tief auf den Feldern heute Morgen; es tropft von kahlen Bäumen, nieselt, der Schnee schmilzt träge vor sich hin. Trotzdem, schön ist es.
2026/02/07
Ich liebe diese Tage – es ist eiseskalt, vor allem früh am Morgen und im Schatten der Berge. Zwar gibt es kaum noch Schnee, doch dafür reichlich Eis. Erst gestern war ich gute fünf Stunden darin unterwegs – am Ende hatte ich doch zu kämpfen, auch wieder nach Hause zu kommen. Auf meinem Rückweg sprach ich dann doch jemanden an – mir war nach etwas Austausch, um nochmal Kraft zu sammeln. Dann merkte ich, dass sie mir sogar gefallen könnte; eigentlich wäre das Gelegenheit gewesen, einmal zusammen auf eine Wanderung aufzubrechen. Vielleicht ja im nächsten Leben? Wenn, ich wäre hier.
2026/01/22