Wenn ich an den Sommer zurückdenke (es ist zweifelsohne Herbst geworden, die Temperatur erstmals unter fünf Grad gesunken, Regen hier unten und sogar etwas Schnee auf den nahen Bergen) erinnere ich mich vor allem an meine ausgedehnten Spaziergänge, die in diesem Jahr irgendwie anders gewesen waren. Vereinzelt war ich auch mit einem Bekannten unterwegs, doch der Sommer blieb, wie in den vorangegangenen Jahren, ein weiterer einsamster Sommer meines Lebens. In Erinnerung geblieben sind mir weniger die Streifzüge in der Früh, als vor allem jene an den Sommerabenden. Ich weiß nicht genau wieso, aber ich hatte mich nicht länger an der Hitze gestört, sie stattdessen angenommen, mich vielleicht sogar darin lebendig gefühlt. Vor allem dann, wenn ein Wind aufgekommen war und mich wieder trocknete. An einem dieser Abende, einer der heißesten des Sommers, hing alles wie unter einer Glocke, vielleicht sogar …