Es gibt Träume, die ich träume;
und die, die mich träumen.
Die einen sind die des Tages,
die anderen die der Nacht.
2024/10/23
Es gibt Träume, die ich träume;
und die, die mich träumen.
Die einen sind die des Tages,
die anderen die der Nacht.
2024/10/23
Ich reiste nicht ans Meer und wäre sogleich glücklich; denn so funktionieren Meere nicht. Allenfalls etwas besser atmen kann ich hier; und die Brandung klingt schön, in der Nacht und besonders bei Regen.
Was war schon gewesen, im Sommer, hörte ich doch nie wieder davon.
2024/09/27
So einsam
kann kein Leben
nicht sein.
Ich wünschte, es gäbe ein Wort für das Gefühl, mit welch rasender Geschwindigkeit die Tage längst wieder kürzer werden, mir anscheinend kaum noch Zeit bleibt. Doch Zeit wofür eigentlich? Zeit, um einsam zu sein? Schon wieder von einer in die andere? Und doch, wenn ich nur die Zähne zusammenbeiße, wer weiß, vielleicht werden sich dann einmal die Tage als eine Selbstverständlichkeit wieder nahtlos aneinanderfügen, mir nicht länger Last sein. Ich wünschte nur, ich könnte vorgreifen.
2024/09/21
Nein, dass Herbst wird, ist kaum mehr zu leugnen, kühl und klar wie die Luft nun auf einmal ist; und wieso sollte man auch? Vielleicht, weil ich das Gefühl habe, dass er viel zu schnell gekommen wäre, mit meinem baldigen Aufbruch, spätestens nach meiner Rückkehr, auch bald schon Winter sein wird.
2024/09/13
Ich weiß gar nicht, wie ich gelebt hätte, wäre ich nicht unsichtbar gewesen.
2024/09/02
Nun vergehen sie wie im Flug, die Tage und Nächte; vielleicht ist das immer so, wenn mir das Leben tatsächlich einmal lebenswert erscheint und es mich von einem Ort zum anderen trägt.
Ein wenig verwundert reagierte ein guter Freund, wie ich ihm erzählte, dass ich nun in die Stadt zöge. Ausgerechnet ich, dem doch unter all den Menschen meist alles zu viel ist. Gut kannte er mich, doch wohl nicht gut genug, um zu verstehen, dass die Stadt für mich kaum aus den Menschen bestünde, ich sie aber um jene Zeiten liebe, in der sie wie ausgestorben vor mir liegt. Etwa dann, wenn all die anderen Bewohner noch tief und fest schlafen, frühmorgens also, und ein leichter, kühler Morgenwind durch ihre Straßen und Gassen zieht, mich auf meinen Streifzügen begleitet, bevor die Sommerhitze alsbald hereinbrechen – und die Menschen aus …
Es gibt da jemanden, der mir gefällt. Verstanden habe ich das aber auch erst, wie ich sie heute wiedergesehen hatte. Der erste Mensch in dieser Stadt, den ich wiedersah, ich meine wirklich wiedersah, und ich es mir nicht nur einbildete. Sogar gegrüßt hatte sie mich, so als wären wir beide alte Bekannte und würden schon seit unbestimmten Ewigkeiten an jedem Sommerabend den Weg hierher finden. Und doch, ich verdränge all das, was ich vielleicht fühlen könnte, so gut es mir eben gelingen mag, ahne ich längst, dass es besser so sein wird. Manchmal aber würde selbst ich gerne Fehler machen.
2024/08/11
Schön klingt er gerade, der Sommerregen auf den Dächern; ein wenig, wie in Filmen. Und auch die Nächte sind mit einem Male wieder etwas Besonderes, das ich, schließlich werde ich nicht für immer hier sein können, zu verlieren drohe und deshalb längst zähle. Vielleicht erscheinen sie mir kostbar, weil ich mir an diesem Ort einreden kann, sie schon bald nicht mehr alleine zu verbringen; oder vielleicht, weil mir der Blick im Dunkeln zu den Fenstern hinaus so gut gefällt und ich meist vom vergangenen Tage viel zu müde bin, um anders einsam zu sein, als ich es bin.
Zurück in der Stadt bin ich, wohne nun einmal mit großen Fenstern zu einem Innenhof hif. Vage erinnert es an jene Wohnung in Wien vor einigen Jahren; doch anders als dort, ist es hier, gleich der Innenstadt, meist still; und auch ein …
Wie lange dauert das wohl, ein Leben miteinander zu leben? Eine Minute, eine Stunde? Ist’s nicht so, dass es unmittelbar geschieht, wenn sich die Blicke begegnen, alles in mich hineinwandert? Und all die Sekunden, die folgen, nur Erinnerung sind, bis wir uns verlieren, den Blick voneinander abwenden? Und doch, und doch hätte ich gerne noch ein wenig hingesehen.
Ich habe heute jemanden gesehen, hatte sogar etwas gesagt ohne zu wissen, wie’s mir gelang, glaubte ich doch noch kurz zuvor, nie wieder etwas sagen zu können. Angesehen hätte ich sie gerne noch ein wenig, eine Minute vielleicht, vielleicht auch eine Stunde, nur um herauszufinden, was da ist,- doch es gelang mir nicht.
2024/07/26