Einen einzigen Menschen nennen,
an dessen Seit‘ ich übernachten könnt‘ und wollt‘
– auf der ganzen Welt nicht.
Ich schlief vereinzelt im Zelt, in meinem Gefährt und ein wenig öfter noch unter freiem Himmel. Eines Nachts blies der Wind doch fast zu sehr in Böen über mich hinweg; und gestern dann in vollkommener Einöde, nur ein Sträßchen anbei, über das jetzt keiner mehr fuhr. Hier war kein Licht, und in den Wolken dunkelte es fern der Sterne rasch. Still war es schließlich genug, den Sekundenzeiger zu hören, bis Regen zwar sanft doch bestimmt genug die Überhand gewann. Seltsam, wo und wie einer zuhause sein kann, der es nicht anders kennt. Aber einen Menschen nennen, bei dem ich übernachten könnte und wollte? Unmöglich, auf der ganzen Welt fiele mir keiner ein.
2023/10/16