Das Rauschen des Windes in den Wipfeln, dort alleine im Wald, bei Schnee und Eiseskälte, ist’s, was ich wünschte, mit in Schlaf und Träume tragen zu können.
Gestern Morgen, wie ich ein letztes Mal vor der kommenden Schneeschmelze im Winterwald unterwegs war – es windete bereits, rauschte lautstark in den Bäumen und war auf Dauer doch furchtbar kalt – war mir in einem Moment, als hätte mich einer der Bäume berührt. Ich stand nicht vor, sondern fast in ihm, kauerte zwischen seinen großen, ausladenden und bis hinunter zum Boden reichenden Ästen auf der Suche nach einem bestimmten Blickwinkel. Und dann drückte, ganz sanft, einer der filigranen Zweige seitlich gegen meinen Kopf. Und weißt Du, wie sich das angefühlt hat? Gut. Verdammt gut sogar. So, als hätte ich es doch noch zu etwas gebracht. Im Leben, meine ich.
2024/12/16