Mir ist gerade klargeworden, dass ich nun seit mehr als einem Monat unterwegs bin; und an nahezu jedem Tag gegen den Wind ankämpfte. Das dürfte sonst kaum jemand mitgemacht haben; gerade die vergangenen Tage haben dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Abartig, wenn dem eigenen Tun so entschieden entgegengetreten wird, dass es kaum Zufall sein kann. Dieser Tage sind mir, das ist vermutlich der Gegend geschuldet, vereinzelt auch andere aufgefallen, die scheinbar wie ich die Nächte am Meer verbringen. Der Witz an diesen ist nur, dass sie den eigentlichen Sinn darin negieren. Denn dann, wenn es schön ist, etwa am frühen Morgen in der Dämmerung, dann, wenn erste Farben zu erwarten sind, sieht man sie nie. Nie. Dann liegen sie begraben in ihren Unterkünften, die Fenster verdunkelt, dass es keinen Unterschied machte, ob sie nun hier am Meer oder doch in einer Höhle wären. Irgendwie lächerlich; aber natürlich muss ich sogar froh darüber sein, denn so habe ich die Küste wenigstens in diesen Augenblicken nur für mich. Verstehen kann ich es trotzdem nicht. Am Ende ihrer Reisen – werden sie genau nichts gesehen, nichts verstanden haben. Traurig, aber wahr.
2026/03/29