Ich bin hier, auch heute, noch immer, immer und immerzu. Doch Du, wo bist Du? Und manchmal da frage ich mich, was ich mehr fürchte – Dich niemals mehr wiederzusehen, oder doch, aber erkennen zu müssen, wie alt wir geworden, wie viel Zeit vergangen war, ohne dass wir uns dazwischen gekannt hätten, einander nahe gewesen wären.
Und irgendwann verstehst Du dann, dass es nie wieder so sein würde, wie’s einmal gewesen war; und nein, daran ist nichts gut; aber ändern kannst Du’s auch nicht. Also lebst Du weiter, wirst älter und Dein größter Freund und Feind wird sein, in den hellsten Stunden möglichst nicht an früher zu denken und in Deinen dunkelsten nichts anderes zu haben, als eben jene Erinnerungen. Und doch ist genau das der einzige Ort, den Du nie verlassen, der Dir niemals fremd sein wird.
2025/07/20