Manchmal vergehen Jahre, oder gar Jahrzehnte, bis wir einander finden; und dass es überhaupt gelingt, scheint keineswegs ausgemacht, denn wieso sonst schriebe ich diese Zeilen. Doch was wäre, wenn uns die Zeit stattdessen zueinander statt auseinander tragen würde. Wenn es eben nicht länger nur Schicksal bliebe, dass darüber entscheide, ob wir uns, im selben Moment zweier verschiedener Leben angelangt, begegneten, und nunmehr ein Stück des Weges gemeinsam gingen. Wie oft schien mir dagegen, dass wir uns immer schon auf ganz verschiedenen Umlaufbahnen bewegt hätten. Dass etwas Unbekanntes, vielleicht Distanz, vielleicht Zeit, zwischen Dir und mir, meinem und Deinem Leben, gelegen hatte, das, aller Anstrengungen zum Trotz, doch unüberbrückbar blieb. Vielleicht so, als wäre ich immer langsamer, und Du immer schneller geworden. Vielleicht so, als wäre ich immer in eine, und Du in eine gänzlich andere Richtung gelaufen. Dass wir uns, …