Ohne dass ich das gewollt hätte, kannte ich sie irgendwann auswendig, die Adresse. Sie schlich sich von einem auf den anderen Tag ganz von alleine in meine Gedanken. Ein wenig wie ein Anker ist sie mir mit den Jahren immer vorgekommen. Auf dass ich, wenn mir einmal danach wäre mich jemandem vertraulich mitzuteilen, wüsste an wen ich nun schreiben könnte. Den Wunsch danach verspürte ich oft. Immer dann, wenn die Einsamkeit nur schwer zu ertragen war. Auch dann gab ich dem Wunsch selten nach, und kämpfte stattdessen das Verlangen nieder. Manchmal, wenn ich doch geschrieben hatte, verspürte ich unmittelbar Linderung. Die Einsamkeit schien auf einen Schlag von mir abzufallen. Doch nur kurze Zeit später setzte stets die Erkenntnis ein, mich in Wahrheit nur selbst belogen zu haben. Ich hätte all die Worte, an denen ich voller Hingabe gefeilt hatte, ebenso …