Unterwegs gewesen in der Heimat war ich gestern; und der weiterhin starke, kalte Ostwind setzt mir mehr und mehr zu. Gleichwohl, später dann, am frühen Abend, tauchte ich ein in eines der Täler hier, die ich gut kenne. Dort, wo sich der Weg schließlich verliert, es wiederholt über das Wasser und umgestürzte Bäume geht, war’s dann doch auf einmal wunderschön, besänftigte mich. Das Abendlicht fiel durch die längst grünen Bäume; und ringsherum war’s ein nahezu endlos großes Feld aus weiß blühendem Bärlauch. Dazu: kein Mensch in Sicht. Seltsam ist, dass ich dort bei jedem meiner Besuche einen Fischreiher aufscheuche und mich längst frage, ob’s, gleich der Jahre, wohl ein und derselbe sein kann (es kann).
2025/05/10