Wie einsam kann es schon sein, wenn ich mich noch immer darin verstehe, zu atmen?
Heute Nacht, da habe ich von Dir geträumt. Monate, vielleicht Jahre, muss das her sein, dass das geschah. November war’s, nicht Juni, wir unterwegs in einem unbestimmten Park, der Himmel über unseren Köpfen grau, nicht tiefblau. Verheiratet warst Du, Dein Mann seltsamerweise nicht fern, etwas weiter vor uns hergehend, vielleicht eine Spur argwöhnisch, vorsichtig beobachtend. Auf einer der Bänke saßen wir dann, ich spürte Dich an meiner Seite. Ich weiß nicht wieso, doch schien es mir in jenem Moment nicht wichtig, dass wir nicht alleine waren, Du für gewöhnlich längst in anderen Armen lagst. Traurig ist das, wenn selbst Träume noch eine Spur trauriger als die Realität aufwarten.
2024/06/18