Diesen Sommer wird vielleicht doch nicht alles anders. Nicht alles, und auch sonst nichts. Weil eigentlich nie irgendetwas irgendwie anders wird.
Wie, glaubst Du, nennt man die Eigenschaft, an wahrscheinlich jedem Ort und unter allen Menschen der Welt einsam zu sein? Und wenn ich hier sitze, unter der großen Eiche auf einer Bank am Meer, der Wind in den Zweigen und dem hohen, sonnengebleichten Gras – wieso ist dann sonst niemand hier? Heute, und morgen, und immer. Und selbst wenn, wär’s ja doch nur wieder einer, der mir fremd ist, und fremd bleibt. Ich meine, wieso ist das ausgerechnet so, dass Schönheit immer einsam bleibt.
2025/07/03