Die anfängliche Sommerhitze ist lange vorüber; stattdessen regnet es viel, ist ein stetiger Wechsel von warm zu kalt, von Regenschauern zu Sonnenschein. Es ist Herbst, im Juli. Ich könnte nun sagen, dass es deshalb ist, dass ich wenig Lust darauf verspüre, am Leben zu sein (ja, das ist möglich), doch wäre das gelogen. Und auch wenn ich nichts gegen das Lügen habe,- glauben können müsste ich sie schon selbst. Wenn ich am frühen Morgen nach draußen sehe, die kühle Luft spüre wie rieche, erinnere ich mich an den vergangenen Herbst; und wie sehr mir das triste, graue Wetter seinerzeit zugesetzt hatte, als ich bereits einige Wochen lang darin unterwegs gewesen war. Doch aus der heutigen Perspektive scheint mir das nicht weiter schlimm; denn Grau hin oder her, hatte ich so viel Freiraum dort, war vielleicht nicht immer guter Stimmung gewesen, doch besserer als hier. Zumindest, wenn genügen kann, dass besser ist, wenn es anders war (es kann). Wenn es keinen Herbst nicht gäbe – ich weiß nicht, ob ich dann noch wäre.
2025/07/31