Kennst Du das Gefühl, wenn Du gerade an einem Sommerabend alleine dahinfährst, vielleicht zuvor irgendwo spazieren oder im Schatten großer Bäume einsam ein Buch lesen warst, und Du an etwas vorüberkommst, Dir denkst, dass Du ebenso gut nun dagegen fahren könntest? Es ist nicht, dass Du unbedingt wolltest, doch Du könntest. Das Gefühl, das Du hast, ist, dass es keinen großen Unterschied machen würde. Es wäre in Ordnung. Und es wäre auch in Ordnung, es nicht zu tun. Aber es ginge, und Du wärst um nichts traurig. Es hätte, auch wenn das seltsam klingen mag, seine Richtigkeit. Dein Leben liegt vor Dir. Alleine wird es sein. Wenn Du Pech hast, wirst Du irgendwann krank werden. Wenn nicht, wirst Du immer so weitermachen wie heute, gestern und an all den anderen Tagen. Das ist das Gefühl, das ich an manchen Sommerabenden habe.
2025/05/10
(Musik, natürlich. Clean Room, von Milhaven)