Die ersten Schritte im frisch gefallenen Schnee enttäuschen nicht, haben auch mit der Zeit nichts ihres ursprünglichen Zaubers eingebüßt, vielleicht sogar von Jahr zu Jahr, mit jeder Einsamkeit, ein wenig dazugewonnen, während außen herum nahezu alles andere an Glanz verlor. Und auch wenn ich mir geschworen hatte, keine Spuren zu hinterlassen, die ein anderer sehen könnte, sind meine Schritte im Schnee die wahrscheinlich einzige Ausnahme, die ich mir zugestehe, werden sie doch kaum lange genug bestehen bleiben, um entdeckt zu werden. Sie, die doch ebenso vergänglich und anonym wie schon mein ganzes Dasein zu sein scheinen.
Ich grüble manchmal, wem ich schreiben könnte, gerade an einem verschneiten Wintermorgen wie dem heutigen, doch will mir niemand einfallen, gleich wie viele Jahre meiner Vergangenheit ich auch durchforste. Vielleicht ist es ein Segen, dass wir uns nicht länger begegnen, würde ich mich doch …