Geblieben war ich zuletzt für die Nächte, nicht die Tage, auch wenn sie immer kürzer wurden; Tage schienen mir dagegen Hinleitung, ein notwendiges Übel auf dass wieder Stille einkehren, ich mich selig fühlen konnte.
Noch immer bin ich unterwegs, konnte jüngst gar wenige Ziele, die mir schon lange sehr am Herzen gelegen hatten, fotografieren, wenn auch nur unter erschwerten Bedingungen, wie es ohnehin das Motto dieser Reise scheint. Sicher, ich bin mittlerweile etwas gereizt zuweilen, fürchte mich vor einfallslos sonnigen Tagen wie auch vor den Leuten im Allgemeinen, doch schon allein Nacht für Nacht an einem anderen Ort entlang der Küste zu verbringen, hat etwas für sich, das mich weiter in seinen Bann zieht. Nur ein wenig seltsam ist vielleicht, dass ich in all den Wochen noch kein einziges Gespräch geführt habe, das über einen einzelnen Satz hinausgegangen wäre (zählt das überhaupt, ein einzelner Satz als Gespräch?). Und doch ahne, dass das Leben besser als jetzt kaum werden würde; und, ich schließlich später einmal wieder Zuhause angekommen, nichts als Unglück auf mich warte.
2025/03/30